[Review] Visions Of Atlantis – Pirates

Galerie mit 25 Bildern: Visions Of Atlantis – M.E.T.A.L. Tour 2019

VISIONS OF ATLANTIS haben nach Jahren der Unbeständigkeit anscheinend ein Line-up gefunden, das über längere Zeit Bestand hat. Auf „Wanderers“ aus dem Jahr 2019, das beim Kollegen Klaas wenig Begeisterungsstürme auslöste, folgt die düstere Seite der karibischen Medaille in Form von „Pirates“. Die maritime Thematik ist seit der Gründung ein Aushängeschild der Band. Das zeigt schon der Name.

VISIONS OF ATLANTIS – Von Wanderern zu Piraten

Da das Line-up gleich geblieben ist, hat sich am Grundgerüst der Musik nicht viel getan. Es dominiert immer noch melodischer Symphonic Metal, getragen durch die Gesangstimmen von Cléméntine Delauney und Michele Guaitoli. Gerade letzterer kommt im Vergleich zum Vorgänger schon im Opener „Pirates Will Return“ mehr aus sich heraus. Böse Zungen würden behaupten, er versuche, Marko Hietala (ex-NIGHTWISH) zu kopieren. Tatsache ist aber, dass diese raue Gesangsfarbe ihm gut zu Gesicht steht.

Im weiteren Verlauf des Albums zeigen VISIONS OF ATLANTIS, dass ihr Stücke nicht alle dreieinhalb radiotaugliche Minuten gehen müssen, obwohl ihre Refrains durchaus verdächtig eingängig sind und im Ohr bleiben. Das beste Beispiel dafür ist das über sieben Minuten lange „Master The Hurricane“, das nichtsdestotrotz sehr kompakt wirkt und seinen Spannungsbogen angemessen schließt. Blass bleibt dafür die Ballade „Freedom“.

Das Genrerad erfinden VISIONS OF ATLANTIS im Verlauf des Albums nicht neu, das muss auch nicht jede Band machen. Aber Stücke wie „Legion Of The Seas“, „Darkness Inside“ oder „Mercy“ bieten kurzweilige, melodisch-symphonische Unterhaltung, die im Kopf haften bleibt.

„Pirates“ – Das nächste Kapitel für die multinationale Band

Obwohl VISIONS OF ATLANTIS formell seit 2000 existieren, ist die Band, die „Pirates“ aufgenommen hat, doch irgendwo eine Newcomerband, die ihr zweites Album herausbringt. So fühlt es sich auch für sie selbst an, erklärte uns Sängerin Delauney im bald erscheinenden Interview. Dafür haben sie einen guten Job gemacht und können auf künftigen Alben noch mehr an eigenen Finessen arbeiten.

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