[Review] Mindtech – Omnipresence

Soundcheck März 2020# 29

Wer oder was sind MINDTECH? Die Antwort aus den Reihen der Band lautet hierzu: „Norwegischer Metal. Melodisch.“ Melodischer Metal aus dem kalten Norden, der aufgrund seines Namens die Hoffnung in Richtung progressiv-technischer Arbeit streut. Dahinter steckt eine fünfköpfige Ansammlung von Musikern aus Oslo, die sich erst über viele Jahre finden mussten.

Seit 2007 bestehend ging es über mehrere Single-und EP-Veröffentlichungen sowie Neubesetzungen innerhalb der Band in einem stetigen Auf-und Ab vorwärts. Mühsam und zäh, aber dennoch vorwärts. Das Ergebnis dessen ist nun „Omnipresence“.

MINDTECH: Das Problem mit der Allgegenwärtigkeit

Eine Platte, auf der nun alles zusammenläuft. Der Name der Platte (Allgegenwärtig) ist daher mit Bedacht gewählt. MINDTECH wollen zeigen, dass man mit ihnen rechnen kann, die Bemühungen der letzten Jahre, Jahrzehnte, es Wert waren und sind. Somit sind die Erwartungshaltungen auf den Output aus dem kühlen Norden deutlich im oberen Bereich, können diese aber nur mittelprächtig erfüllen.

„Omnipresence“: Progressive Nuancen

MINDTECH beweisen auf „Omnipresence“ deutlich und hörbar, dass hier Vollblutmusiker unterwegs sind, die aber weiterhin auf der Suche sind. Weniger technisch verfrickelt als gedacht und gehofft, liefert die Platte gute, solide Heavy Metal-Tracks mit einer leichten progressiven Nuance. Pluspunkte gehen auf dem Gebiet an das Gitarrensolo von „Through The Veil“.

MINDTECH: Nicht in der Masse untergehen

Es sind immer wieder, über die Platte gestreut, die einzelnen Soli, die sich in den Vordergrund schieben und die musikalischen Qualitäten der Band hervorheben, während die cleanen Vocals oftmals zu sehr in einer Tonlage verweilen und somit ihrem wahren Potenzial hinterherhinken und keiner der Tracks es schafft durch Besonderheiten heraus zustechen oder mit Wiedererkennungswert zu strahlen.

Beliebigkeit ist ein hartes Wort und dennoch müssen MINDTECH aufpassen, dass sie nicht in der Masse untergehen. Die spezielle Note, der „Omnipresence“ fehlt, macht den Weg der Band, der bis hier nicht der leichteste war, nicht unbedingt besser. Wer soliden Heavy Metal-Sound mit partiell eingesetzten, technischen Spielereien sucht, ist hiermit gut beraten. Die Männer aus dem Norden können was, aber könnten eben auch durchaus viel mehr.

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