[Review] Lips Turn Blue – Lips Turn Blue

LIPS TURN BLUE liefern als Debütwerk auch gleichzeitig ihr letztes Werk mit dem aktuellen Sänger ab. Grund dafür ist, dass der Sänger Phil Naro nach den Aufnahmen zum Album mit gerade einmal 63 Jahren leider verstorben ist. LIPS TURN BLUE ist die Nachfolgeband von DDRIVE, wo Naro seit 2006 aktiv war.

LIPS TURN BLUE: Ende der Band mit dem Debüt?

Ohne den Sänger stellt sich die Frage nach dem Fortbestand von der neu gegründeten Band. Für die anstehende Tour wurde mit Iggy Marino ein Ersatz gefunden. Die weiteren Musiker stammen aus verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten von Naro. Don Mancuso (Gitarre) war mit Naro bereits bei DDRIVE aktiv. Dazu gesellen sich die eher unbekannten Namen wie Mark Mullane (Bass) oder Roy Stein (Schlagzeug). Als Gastsänger ist Lou Gramm von FOREIGNER bei „A Little Outside“ zu hören.

Musikalisch geht es um Stadionrock beziehungsweise Classic Rock. Der Opener „Just Push” ist Classic Rock im 80er-Jahre-Gewand und erinnert an zum Beispiel JOURNEY. „Build My Castle“ bedient das Segment Stadionrock und kommt eingängig und rund daher. Balladesk geht es mit „Pray For Tomorrow“ weiter, „Sit Up“ kehrt zum AOR-Rhythmus zurück.

Das Klavierintro zu „Chain On Me“ leitet zur Hammondorgel und einer 70er Jahre Rock-Nummer über, welche mit intensivem Refrain aufhorchen lässt. Darf  es ein Saxofon als Intro sein? „Crazy In Love“ ist die Ballade auf „Lips Turn Blue“. Naro und seine Truppe rocken sich durch die 13 Songs und 48 Minuten in dem beschriebenen Sound.

Naro und seine Mannen sind auf ausgetretenen Wegen unterwegs

Wo TOTO oder FOREIGNER in den 70ern und 80ern das Feld bereits intensiv bearbeitet haben, kommen LIPS TURN BLUE 2022 mit einem weiteren Werk aus diesem Metier auf den Markt. Die Tracks sind allesamt leicht bekömmlich und tun niemanden weh. Kaum eine Nummer hinterlässt jedoch bleibenden Eindruck. Insgesamt bewegt sich das Debütwerk auf ausgetretenen Wegen, ohne besondere Trademarks zu hinterlassen. Daher dürfte die Scheibe nur etwas für die Die-Hard-Anhängerschaft des Stadionrocks der 70er und 80er sein.

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