[Review] Halestorm – Back From the Dead

Soundcheck Mai 2022# 12Galerie mit 5 Bildern: Halestorm – Alter Bridge und Halestorm – „Fortress Tour“ 2013

Es ist tatsächlich vier Jahre her, seit das bislang letzte, vollständige HALESTORM-Album erschienen ist. Dennoch war das Quartett um Frontröhre Lzzy Hale nicht untätig. Vielmehr nutzten HALESTORM die Phase der Lockdowns und Konzertverbote, um an neuen Stücken zu arbeiten. Nach vier Jahren Meldepause kann eine Band ihr Album auch „Back From The Dead“ nennen. Obwohl man den Titel angesichts der globalen Pandemie etwas fragwürdig finden kann.

HALESTORM so selbstbewusst wie eh und je

Natürlich sind Albumtitel und Eröffnungssong als typische Rocker-Botschaft an die Fans gemeint, damit sie mit dem ersten Song aus dem Ohrensessel fliegen. Und so ist „Back For The Dead“ ein klassischer Hard-Rock-Kracher, wie man ihn nicht anders von HALESTORM erwartet. Lzzy Hale zeigt wieder einmal, dass sie nicht umsonst eine der besten Rock-Sängerinnen unserer Zeit ist. Dennoch ist das Stück arg generisch.

Das anschließende „Wicked Ways“ überzeugt deutlich mehr und wird bestimmt Live unverzichtbar. „Strange Girl“ dagegen ist auch für HALESTORM ungewohnt und könnte fast als Teenie-Rock-Hymne für BILLIE EILISH-Fans durchgehen. Muss man mögen.

Heißer Aufguss für den Pandemie-Blues

So oder so ähnlich lässt sich der Rest des Albums einordnen. HALESTORM präsentieren sich auf einem weiterhin hohen Niveau. Aber sie erfinden mit „Back From The Dead“ weder sich noch das Genre neu. Das wollen sie vielleicht auch gar nicht. Trotzdem besitzen die Songs nach dem starken „Wicked Ways“ wenig eigenen Charakter. Zumindest, wenn man schon mit Alben wie „The Strange Case of…“ vertraut ist.

HALESTORM folgen auf „Back From The Dead“ gewohnten Formeln. Die typische Ballade („Terrible Things“) darf nicht fehlen, auf die prompt der nächste Kracher („My Redemption“) zum Aufwachen folgt. Das soll nicht heißen, dass HALESTORM ein schlechtes Album vorlegen. Es ist nur eine jener Hard-Rock-Platten, die man durchhört und am Ende bleibt – abgesehen von dem Kick-Off-Start – wenig hängen. Dennoch hat die Pandemie HALESTORM anscheinend gut getan. Denn qualitativ hebt sich „Back From The Dead“ spürbar von dem Vorgänger „Vicious“ ab.

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