[Konzertbericht] Die Apokalyptischen Reiter – The March For Freedom

Billing: Die Apokalyptischen Reiter

Konzert vom 01.05.2022 | World Wide Web,

Von Freiheit wollen DIE APOKALYPTISCHEN REITER auf ihrem neuen Album „Wilde Kinder“ singen. Bei der Terminplanung rund um die Veröffentlichung ist die Band auf Nummer sicher gegangen, denn es war vor einem halben, dreiviertel Jahr noch nicht so klar wie heute, dass echte Livekonzerte wieder eine Möglichkeit sein würden.

Demzufolge haben sie das Livestream-Event „The March For Freedom“ auf die Beine gestellt, für das ein digitales Ticket erworben werden konnte, das im Zeitraum vom 1. bis 8. Mai 2022 eingelösbar ist. Dann steht die Show, die die REITER hier bieten, satte 48 Stunden zur Verfügung, um sie so oft zu schauen, wie man Lust hat. Ein bisschen Merch zur Show in Form von T-Shirts ist ebenfalls erwerbar.

DIE APOKALYPTISCHEN REITER spielen online live

Genau wie die Labelkollegen EPICA haben sich DIE APOKALYPTISCHEN REITER für den Ansatz entschieden, ein vorher performtes Event ins Netz zu streamen. In gut 75 Minuten spielt die Band sich durch 18 Songs. Der Fokus liegt auf dem neuen Album, aber auch Klassiker wie „Friede sei mit dir“ und „Reitermania“ fehlen nicht. Lediglich die Frühphase der Band bleibt außen vor.

Zwischendrin lockern Aktionskünstler:innen das Treiben mit Tänzen und Ritualen auf, die oft mit Flammen zu tun haben. Das ganze hat einen indigenen bis asiatischen Touch, zwei Motive, die die REITER immer wieder gerne aufgreifen. Auf Ansagen an das zu Hause sitzende Publikum verzichtet die Band, was aber verständlich ist, denn eine Reaktion könnte ohnehin nicht kommen.

Auf dem Sofa lässt sich gut feststellen, dass sich die Sonst des neuen Albums nahtlos in das bisherige Liveset einfügen werden. Die Band hat auf der recht zurückhaltend gestalteten Bühne offensichtlich Spaß daran, alte und neue Tracks in den Äther darzubieten.

Die Soundqualität ist einwandfrei, da gibt es  nichts zu meckern. Die Saitenfraktion schallt druckvoll und differenziert aus den Boxen. Das Schlagzeug hat gut Kraft und wird sogar mit einem eigenen Solo vor „Nach der Ebbe“ bedacht und Fuchs‘ Gesang ist ebenfalls glasklar.

„The March For Freedom“ – Schöne Abendgestaltung für Fans

Es gibt zwar in Sachen Besonderheiten nicht ganz so viel zu sehen wie bei den bereits erwähnten Labelkollegen, aber wer anstelle von der mittlerweile sehr in die Jahre gekommenen „Tobsucht“-DVD mal eine andere Reiter-Liveshow sehen möchte, ist hier bestens bedient. Liveatmosphäre kommt wegen des Streaming-Events nur bedingt auf. Allerdings haben die REITER dafür auch direkt die Erlösung im Abspann des Events parat: Im Herbst geht es auf eine echte Tour. Bis dahin liefert „The March For Freedom“ eine gute Zwischenmahlzeit.

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