[Review] Von Mises – Ages

Nach einer selbstbetitelten EP, welche vor zwei Jahren erschien, versucht sich das Kölner Post-Rock-Trio VON MISES heuer mit seinem Debütalbum „Ages“.

VON MISES gegen leeres Instrumentengepose

Der Post-Rock von VON MISES orientiert sich eng an den Genrestandards, ohne dabei langweilig oder besonders vorhersehbar zu sein. Durch viel musikalische Finesse, zahlreiche kompositorische Farbtupfer und wirklich gutes Songwriting bleibt der Hörer im Grunde permanent auf der Höhe und verfolgt das Treiben des Trios mit Spannung und Aufmerksamkeit. Und das trotz ausdrücklicher Laid-Back-Attitüde des gesamten Albums.

Gesang gibt es auf „Ages“ nicht. Dafür fügt die Band in typischer Post-Rock-Manier Samples in ihre Songs ein. Die Einschübe von Charly Chaplin aus „Der große Diktator“ und Greta Thunberg mögen wenig kreativ und etwas ausgelatscht sein, treffen aber weiterhin, einerseits als Klassiker, andererseits als zutiefst zeitrelevant, den Nagel auf den Kopf und verleihen „Ages“ somit neben dem guten musikalischen Fundament auch inhaltliche Tiefe. In der Praxis funktioniert dieser Ansatz auf „Ages“ überraschend gut, denn das Album ist damit in der Summe wirklich guter Post-Rock mit Message.

Schaut euch „Ages“ ruhig mal an

VON MISES legen ein ziemlich starkes Debütlalbum vor, welches mit genau zwei Käufen bei Bandcamp und 170 Likes bei Facebook (abgerufen am 27.11.2021) noch etwas mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Also fasst euch ein Herz und supportet die Jungs aus Köln und ihr starkes Debütalbum.

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