[Review] Stillbirth – Strain Of Gods

Galerie mit 18 Bildern: Stillbirth – Ruhrpott Metal Meeting 2019

In gewissen Kreisen stehen die Brutal-Death-Metaller aus Hagen schon seit längerer Zeit auf der Beobachtungsliste, was aufgrund der langen Band-Geschichte und sieben veröffentlichten Alben kaum verwundert. Immerhin stehen STILLBIRTH unter anderem für blitzsauber gespielten und technisch auf ordentlichem Niveau platzierten Knüppel-Core. Die jetzt erschienene EP “Strain Of Gods” knüpft thematisch an den letzten Longplayer “Revive The Throne” an, indem eine Art Fantasy-Spektakel zelebriert wird. Während einer Strandparty schlägt die Natur in einer Woge aus Aggression und schonungsloser Brutalität zurück.

“Strain Of Gods” ist die vertonte Rache der Natur

Wie sich das anhört oder anhören kann, zeigen die sechs Tracks auf “Strain Of Gods” ohne jegliche Kompromisse dabei einzugehen. Wer sein Herz an die musikalische Ur-Gewalt aus den Bandkellern von THE BLACK DAHLIA MURDER, ABORTED und CATTLE DECAPITATION verloren hat, wird sich bei STILLBIRTH absolut wohlfühlen. Neben all dem Geballer finden sich immer wieder schöne Versatzstücke aus anderen Sub-Genres, wie zum Beispiel die rockige Leadgitarre auf “You Can´t Kill Us”.

STILLBIRTH fahren mit dem Bleifuß auf der Überholspur

Auch der Titeltrack hebt sich vom sonst üblichen Einheitsbrei mit schneller als schnell gespielten Double-Bass und einem dynamischen Downer-Zwischenpart mit Mark-Knopfler-Strat nahezu lieblich ab. Auf der recht kurzen Distanz von 20 Minuten ist das Ergebnis gut durchzuhalten. Auf Albumlänge benötigt man jedoch etwas mehr Ausdauer.

Letztlich ist es auch der glasklaren und smarten Produktion geschuldet, dass diese EP nicht ausschließlich Schweißperlen auf die Stirn zaubert, sondern viele Leckerbissen in Form von so manch liebevollen Details bereithält. Dass dafür Bassist Dominik “Pumpa” König verantwortlich ist, stellt einen besonders tragischen Umstand dar. Ein paar Wochen bevor “Strain Of Gods” veröffentlicht wurde, gab die Band seinen Tod bekannt.

Hinweis: Solltest du unter Selbstmordgedanken leiden oder jemand den du kennst, kannst du dir bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Du erreichst sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei.

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