[Review] Lynx – Watcher Of Skies

Genau wie der Meeresspiegel durch den Klimawandel steigt auch die Albenflut infolge der Coronapandemie. Allein schon bei den etablierten Bands, die sich nun im Studio anstatt auf der Straße tummeln. KADAVAR haben etwa schon drei Veröffentlichungen in den letzten anderthalb Jahren rausgebracht. Aber dazu kommen noch neugegründete Bands. Zu diesen zählen auch LYNX aus Gießen. Erst letztes Jahr gegründet, haben sie schon einen Plattenvertrag mit No Remorse Records eingeheimst und ihr Debüt „Watcher Of Skies“ an den Start gebracht. Da lohnt es sich doch mal reinzuhören.

Die Hessen orientieren sich am britischen Hard Rock der 70er-Jahre und bedienen erwartungsgemäß einige Klischees, die von einer dünnnen Produktion eingerahmt werden, in der sich die Band verliert. Insbesondere den verträumten Gitarrensoli wird die atmosphärische Verantwortung aufgebürdet, was dazu führt, dass sie zu stark im Vordergrund stehen. Die Songs könnten gerne kompakter sein. So sind es gerade Lieder wie ‚Lynx‘ oder ‚Heartbreak City‘, die gefallen. Die Lieder rocken schnörkelarm sowie einprägsam vor sich hin und verlieren sich nicht in Frickeleien.

„Watcher Of Skies“ bleibt auf dem Boden

Es überwiegen aber die  komplexeren Stücke auf der Scheibe. Dabei lässt das Quartett eine Vielzahl von Einflüssen durchscheinen. Etwa der Refrain in ‚Savage Mountain‘ ist sehr doomig gehalten oder ‚Dark Shadows Rising‘, welches durch die hohe Geschwindgkeit direkt an die Schnittstelle zwischen NWoBHM und Speed Metal kommt. Doch so sehr sie sich auch um Abwechslung bemühen, bleibt es dennoch etwas fad. Dennoch ist „Watcher Of Skies“ ein äußerst achtbares Debüt.

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