Review: Lordi :: LORDIVERSITY

Lordi LORDIVERSITY

Hard Rock , AFM/Soulfood (VÖ: 26.11.)

Lordi LORDIVERSITY

Lordi LORDIVERSITY

SKELECTRIC DINOSAUR Fiktives Jahr: 1975

Auf dieser Platte kommen die stärksten Kiss-Einflüsse durch. Die zehn Titel hätten auch auf deren Debüt von 1974 landen können. Hier bleiben Lordi ihrem bisherigen Sound treu, reduzieren dabei allerdings den metallischen Anteil. (4 Punkte)

SUPERFLYTRAP Fiktives Jahr: 1979
Ihr gewagtestes und interessantestes Opus: Lordi entführen uns auf die Tanzfläche der späten Siebziger. Teilweise klingt es, als ob Mr. Lordi einfach über Abba-Songs singt. Metaller sollten nicht abgeschreckt sein, hier und da dürfen Gitarren durch schöne Soli sprechen. Das beste Album der Kollektion. (6 Punkte)

THE MASTERBEAST FROM THE MOON Fiktives Jahr: 1981

Sehr progressiv – mit viel Orchestration untermalt, ist dies die epochalste, aber auch unzugänglichste Scheibe. ‘Church Of Succubus’ hat beispielsweise eine Laufzeit von zwölf Minuten. Doch Lordi wissen auch diese zu füllen: Wer Geduld mitbringt, wird mit großartigen Sound-Kulissen belohnt. (4,5 Punkte)

ABUSEMENT PARK Fiktives Jahr: 1984

Musikalisch im Hard Rock der Achtziger angesiedelt, regiert hier der altbewährte Sound. Die Platte hätte auch als reguläres Lordi-Album erscheinen können. Alle Attraktionen werden abgefahren: ‘Ghost Train’, ‘Carousel’ und ‘House Of Mirrors’ lauten die Titel. Geisterbahn ohne Schocker. (4 Punkte)

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HUMANIMALS Fiktives Jahr: 1989

Beginnend mit einer religiösen TV-Show, wird im Intro gleich mal der Prediger durch einen Stromschlag gegrillt. Dieser dürfte auch durch die Haare von Lordi geschossen sein. Glam Metal pur mit Synthesizer-Overload bestimmt das Geschehen, gekrönt von den fantastischen Soli von Gitarrist Amen. (4,5 Punkte)

ABRACADAVER Fiktives Jahr: 1991

Die härteste Lordi-Platte, nicht nur auf LORDIVERSITY, sondern im ganzen Katalog. Thrash- und NWOBHM-Freunde werden ihre wahre Freude haben. Songs wie ‘Devilium’ oder ­‘Rejected’ protzen mit brutalen Breaks, und Rob ­Halford ist neidisch auf Mr. Lordis Stimmgewalt. (5,5 Punkte)

SPOOKY SEXTRAVAGANZA SPECTACULAR Fiktives Jahr: 1995

Achtziger-Pop wird mit Industrial Rock der Neunziger vermischt. Anhänger der frühen Marilyn Manson-Phase werden abgeholt (‘Drekavac’), Depeche Mode-Fans bekommen kleine Momente ­(‘Terror Extra-Terrestrial’). (5 Punkte)


LORDIVERSITY ist ein beeindruckendes Gesamtwerk, welches noch einmal beweist, dass die Finnen Ausnahmekünstler sind. Dabei entfernt sich kein Album allzu sehr von der Band-eigenen Formel – Lordi bleiben Lordi; auf jeder Platte spürt man ihre Spielfreude. Allein der Mut, solch eine Reise zu wagen, sollte honoriert werden. Mit SUPERFLYTRAP reihen sie einen Hochkaräter in ihr Register ein, der hoffentlich von den Fans gewürdigt wird.

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