[Review] Smith/Kotzen – Better Days

Drei Veröffentlichungen in einem Jahr – Das ist eine stattliche Zahl. Gitarrist Adrian Smith legt nach dem SMITH/KOTZEN-Debüt und der neuen IRON MAIDEN-Platte „Senjutsu“ die EP „Better Days“ seines Projekts mit Multiinstrumentalist Richie Kotzen vor. Um Ausschussware handelt es sich trotz der hohen Schlagzahl mitnichten.

„Better Days“ knüpft nahtlos an das Debüt an

Denn keiner der vier Songs stammt aus den Sessions für das Debütalbum. Stattdessen entstanden sie Anfang des Jahres, als sich die beiden Musiker für den Dreh einiger Musikvideos trafen. Diese Spontaneität macht sich in der Attitüde der Musik bemerkbar.

SMITH/KOTZEN gehen auf „Better Days“ kein bisschen verkopft zur Sache. Das treibende „Hate And Love“ etwa wirkt vielmehr wie eine spontane Jameinlage, die sich auf ganz natürlich Weise zu einem Song entwickelte.

Noch mehr trifft das auf „Rise Again“ zu, dessen abgefahrene Gitarrenläufe die Jazz-Einflüsse Kotzens widerspiegeln. Doch keine Angst, allzu frickelig gehen es SMITH/KOTZEN trotzdem nicht an. Schnörkelloser, bluesbasierter Hard Rock bleibt die Quintessenz ihres Sounds.

SMITH/KOTZEN hätten gerne mehr liefern dürfen

„Got A Hold On Me“ stellt das am deutlichsten klar. Die Slide-Gitarre weckt sogar ein wenig Erinnerungen an ZZ TOP wach. Zudem kommt im Frage-Antwort-Spiel zwischen Gitarre und Gesang, welches die Strophen dominiert, die grandiose Chemie zwischen Kotzen und Smith besonders gut zur Geltung. Wie sich die beiden die Bälle zuspielen, ist durchweg beeindruckend.

Der Titelsong wiederum pendelt zwischen leichter Melancholie und harten Riffs. Ihre nachdenkliche Seite vergessen SMITH/KOTZEN auf ihrem zweiten Output nicht. Angesichts der Klasse des Songmaterials wünscht man sich, das Duo hätte mehr als vier neue Songs mit knapp über 16 Minuten Spielzeit abgeliefert.

Erhältlich ist „Better Days“ ausschließlich digital und als 12-inch-Vinyl im Rahmen des diesjährigen Record Store Days. Fans, die auf eine physische Variante wert legen, müssen schnell sein, um nicht leer auszugehen. Dafür werden sie mit vier coolen Songs belohnt, die qualitativ nahtlos an die erste SMITH/KOTZEN-Platte anknüpfen.

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