[Review] Frightful – Spectral Creator

Bei FRIGHTFUL handelt es sich um eine Death-/Thrash-Metal-Band und wurde im Dezember 2016 in Danzig, Polen, gegründet. Die Band hat in den fünf Jahren seit ihrer Gründung mehrere EPs und Demos veröffentlicht. Während der Pandemie und im isolierten Zustand von 2020 komponierte die Band ihr nun hier vorliegendes Debütalbum “Spectral Creator”.

Auf “Spectral Creator” gibt es 9 Tracks inklusive eines Instrumentals und geboten wird hier Melodic- Death-/Thrash Metal der alten Schule. Vor allem durch die tolle Gitarrenarbeit fühlt man sich öfters an die glorreichen DISSECTION erinnert. Abgerundet und optisch veredelt wird das Ganze durch ein schickes Cover Artwork von MARIUSZ LEWANDOWSKI.

Eine explosive Mischung

Auf “Spectral Creator” regiert der schwedische Melodic Death Metal der frühen 90er Jahre, als dessen Ursprünge noch stark vom Underground-Thrash-Metal geprägt waren und sich mit Einflüssen der damals aufkommenden Second-Wave-Of-Black-Metal kreuzten.

Der Opener “Astral Freeze” hat einen rumpeligen, dumpfen Sound, ein flottes Tempo und nach dem zweiten Refrain setzen bereits die typischen DISSECTION-Leads ein. Ein abschließendes Gitarrensolo und Tempiwechsel an den Drums setzen kleinere Akzente.

Weiter geht es mit “Destructive Species”, das viel technischer und rhythmisch abwechslungsreicher klingt. Es gibt erneut eine sehr eingängliche Gitarrenarbeit, mit anschließendem Solo und Übergang in schnellere Passage bis wieder die Strophe übernimmt und der Song mit treibenden Drums endet.

Höhen und Tiefen

FRIGHTFUL machen es eigentlich ganz geschickt, da sie verschiedene Melodic Death- und Death-/Thrash Metal-Elemente als Basis für jedes ihrer Stücke auswählen um daraus dann ihre eigenen Ideen zu entwickeln. Die Ausführung ist zwar nicht immer perfekt und hier und da eher einfallslos als innovativ, aber FRIGHTFUL überzeugen letztendlich durch ihren eigenen authentischen Sound, der sich durchgehend seiner eigenen brutalen Melodieführung verschreibt. Obwohl sie sich sehr von den 90er Melodic-Death-Metal-Bands beeinflusst zeigen, sind es die eigenen Melodien, die Songs wie “Destructive Species” und “Abhorred” antreiben und der große Pluspunkt des Albums. Auf der anderen Seite muss man den recht eintönigen und monotonen Gesang erwähnen. Hier gibt es leider keine Abwechselung oder Überraschungen.

Der melodische Aspekt von “Spectral Creator” steht stets im Vordergrund

Das clever platzierte Instrumental “Breaking The Twilight” in der Albummitte, mit verträumten Beginn auf der akustischen Gitarren sorgt für eine kurze Verschnaufpause. Der Song zieht im Tempo noch an und ist mit einer eingängigen Melodie ausgestattet. Komischerweise wird das Stück am Ende ziemlich abrupt ausgefaded.

“Crimson Dawn” liefert große Gitarren-Hooks und überraschende Abwechslung. Der Stil des Schlagzeugers und die vielen rhythmischen Spielereien und eingebauten Pausen in den einzelnen Songs tragen dazu bei, das Album interessanter und facettenreicher klingt. Diese kleinen Details hinterlassen einen enormen Eindruck, wenn man das Album zum wiederholten Mal anhört, und tragen sehr dazu bei, das Interesse an “Spectral Creator” aufrechtzuerhalten.

FRIGHTFUL können es auf “Spectral Creator” auch thrashig

Mit “Those Who Burns For Might” und “Angel Waste” folgen zwei thrashigere Songs. Letzterer ist der schnelle, reine Thrasher ohne jeglichen technisch, melodischen Death Metal- Einfluss. Kurz und prägnant haut er mitten in die Magengrube, versehen noch mit einem sehr kurzen Solo, bevor es wieder in die Strophe übergeht und der Song endet.

“Spectral Creator”, der Titeltrack als Albumfinale ist ebenfalls schlau platziert, stellt er doch den krönenden Abschluss und den ausgereiftesten Song der Scheibe dar, der alle guten Eigenschaften auf dem Album vereint.

Ein gelungenes Debüt-Album

FRIGHTFUL liefern mit “Spectral Creator” ein akzeptables, authentisches Debüt-Album mit vielen klassischen und melodischen Death-/Thrash-Metal-Elementen ab. Aufgrund des nicht ganz optimalen Sounds und des sehr monotonen Gesangs, gibt es noch Raum sich weiter zu verbessern und ihre eigene Identität zu finden, die sich hier noch nicht vollständig herausgebildet hat.

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