[Review] Sijjin – Sumerian Promises

Soundcheck November 2021# 23

Während der letzten Zuckungen von NECROS CHRISTOS formierten Sänger Malte Gericke und Schlagzeuger Iván Hernández mit SIJJIN eine neue Band. Das Wort Sijjin bezeichnet im Islam den untersten, sichersten und schlimmsten Teil der Hölle. Im Gegensatz zum schleppenden Death Doom Metal von NECROS CHRISTOS wird hier etwas mehr das Gaspedal durchgetreten und herausgekommen sind 45 Minuten Death Thrash Metal.

SIJJIN? Schlimmer als die Hölle!

Um es vorwegzunehmen, “Sumerian Promises” ist ein rundum solides Album mit soliden Songs. Nur irgendwie fehlt den Songs der letzte Kick, das letzte bisschen Esprit, um mitreißender zu klingen. Handwerklich ist alles super umgesetzt und eigentlich gibt es nichts zu meckern, doch irgendwas fehlt. Das ist nicht nur die Einzelmeinung des Rezensenten, sondern der Soundcheck sieht das auch so. 6,0 Punkte im Schnitt und kein Ausreißer nach oben oder unten sprechen Bände.

In den 45 Minuten, welche die Band in einer Session live im Studio eingespielt hat, spielen SIJJIN thrashigen Old School Death Metal. Erinnerungen an MORBID ANGEL  und POSSESSED schimmern bei den thrashigeren Songs durch. Doch das Hauptaugenmerk liegt auf das Todesmetall und Gerickes bitterböses Geröchel. Die Songs sind von jeglichem schweren Ballast befreit und kommen relativ schnörkellos zum Ziel. Im Gegensatz zu NECROS CHRISTOS verzichtet die Band auf dieser Scheibe auf jegliche atmosphärische Spielerei mit Intros, Outros oder Zwischenparts. Hier spricht nur die Musik.

Auf “Sumerian Promises” spricht die Musik

Obwohl man SIJJIN aufgrund ihrer musikalischen Vorgeschichte nicht als neue Band bezeichnen kann und “Sumerian Promises” somit mehr als ein Debüt ist, haben es die Berliner nicht geschafft, dem Album mehr als den Stempel “gelungenes Debüt” aufzudrücken. Man muss schon starker Fan von NECROS CHRISTOS gewesen sein oder generell alles oldschooliges im Death Metal abfeiern um “Sumerian Promises” in den Himmel zu loben. Aber ein guter Anfang für eine vielvesprechende Karriere ist die Platte allemal.

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