[Review] Callejon – Retrospektive

Galerie mit 5 Bildern: Callejon – Live in Hamburg 2017 (Support Papa Roach / „Crooked Teeth“ -Tour)

20 Jahre CALLEJON, da darf man schon mal einen rührseligen Blick zurückwerfen. Zurück auf 20 Jahre Band-Bambule vom Feinsten. Die Scheppertruppe rund um Fronter Bastian ‚BastiBasti‘ Sobtzick und Bernhard ‚Action‘ Horn zieht sich dafür nochmal akkurat die schwarzen Pandaugen mit feinstem Eyeliner nach und drückt den Veröffentlichungen „Willkommen im Beerdigungscafé“ sowie der EP „Fauler Zauber Dunkelherz“ ein frisches Mastering auf. Eine „Retrospektive“ it is!!

CALLEJON: Der Blick zurück auf Anfang

Es handelt sich hierbei im Original um die ersten Releases der Band, die mittlerweile nicht mehr erhältlich oder vergriffen sind. Die Alben, die CALLEJON’s Anfang von Allem waren. Und auch wenn die Metalcorer schon bunte zwanzig Jahre auf dem Buckel haben, fühlt es sich längst nicht danach an. CALLEJON waren einfach immer schon irgendwie da. Und sind auch irgendwie nicht wegzudenken. Daseinsberechtigung mit Ausrufezeichen.

„Eine Band von der man einiges erwarten kann“ – eine Retrospektive

Wirft man einen Blick und Ohr auf die alten Veröffentlichungen und gibt sich die damals erschienen Reviews kommt man um ein Schmunzeln nicht vorbei. Bereits mit dem Debüt, spätestens mit der auf dem Fuß folgenden EP, wurden Stimmen mit den Worten „sollte CALLEJON bei der Labelsuche helfen“, „eine Band, von der man einiges erwarten kann“, laut. Ja. Die Worte sollten Recht behalten.

Laut ist auch das Stichwort für CALLEJON. Laut, schrill, bunt, anders. Das Subgenre Sreamo-Metal vor zwanzig Jahren quasi selbst erschaffen und mit deutschen Texten und einer großen Portion Augenzwinkern sich einfach nie wirklich ernster genommen, als es muss. Mit „Retrospektive“ gönnen sich BastiBasti und Co. eine wohlverdiente Selbstzelebration. Tracks wie „Snake Mountain“, „Mirage“ oder „Loreley“ nach einer ordentlichen 2021-Verjüngungskur zur hören, fühlt sich an wie ein krasser Flashback. Zeitreise. Und gleichzeitig das Gefühl, dass diese Songs eben heute auch noch sehr gut funktionieren.

CALLEJON: Celebrate good times, come on !!

Natürlich ist „Retrospektive“ in erster Linie sicherlich ein Highlight für die CALLEJON-Gefolgschaft aber klar ebenso was für diejenigen, die ihr Wissen in Sachen Metalcore aus Deutschland aufbessern wollen oder einfach Bock auf die Mucke habe. Denn besagten Bock macht das Ganze.

Respekt !!

Den imaginären Hut gezogen, dass eine Band wie CALLEJON seit zwanzig Jahren ihren eigenen Schuh durchzieht, damals den richtigen Riecher bewiesen hat und sich seit dem erfolgreich oben hält. Viel Kampf, viel Arbeit. Das muss belohnt werden. CALLEJON dürfen feiern. Sich, ihre Fans, und ihre Musik und das heute mit einer „Retrospektive“.

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