[Review] Like Moths To Flames – Pure Like Porcelain

Die US-amerikanischen Metalcore-Giganten LIKE MOTHS TO FLAMES überraschen die Szene mit ihrer neuen EP “Pure Like Porcelain“. Mit dieser Platte liefert die Band einen kleinen Vorgeschmack auf ihre neue musikalische Ausrichtung.

“Pure Like Porcelain“: Der Titel trügt

So schön und sanft der EP-Titel klingen mag, steht er komplementär zum neuen Sound von LIKE MOTHS TO FLAMES. Denn dieser ist überraschend heavy und unfassbar energetisch. Auf “Ameliorate“ ist die Wut und Aggression förmlich spürbar. Diese wird sowohl durch die brachialen Vocals, als auch durch die scheppernden Instrumente gestützt. Melodische Parts im Refrain sorgen dafür, dass der Song im Kopf bleibt. Diese Mischung erinnert an Bands wie ATREYU oder A DAY TO REMEMEBER zu ihren “Bad Vibrations“-Zeiten.

LIKE MOTHS TO FLAMES liefern ein ironisches Kunstwerk

Inhaltlich steht “Pure Like Porcelain“ ebenfalls im Kontrast zum Titel, denn in den Songs geht es vor allem um die Fehlerhaftigkeit der Menschheit. “Gnashing Teeth“ handelt beispielsweise von der dysfunktionalen Beziehung der Menschen mit Religion: “Nothing is permanent/ Immortal ignorance/ Manufacturing the will to exist.“ Die Band kritisiert Religion dafür, dass sie dem Leben dort einen künstlichen Sinn verleiht, wo keiner ist. Der Song beginnt schwebend und düster. Doch sobald die Gitarren einsetzen, folgt komplexes Riffing gepaart mit energetischen Shouts.

“Pure Like Porcelain“ ist nur ein Vorgeschmack

Die stilistische Wandlung ist vor allem auf die neusten Bandmitglieder Zach Pishey und Jeremy Smith zurückzuführen. Die Gitarristen sorgen für eine erfrischende Abwechslung im Songwriting- Prozess, die vor allem auf Songs wie “The Preservation of Hate“ hörbar wird. Dieser Track siedelt sich im Deathcore an und sorgt für klanglich explosives Chaos.

“I stand at the gates of hell/ Humanity feeds with thе teeth of a demon/ Mark of the beast/ Swarming likе rats/ Consuming the devil’s feast“, heißt es hier. An dieser Stelle greift die Band die Thematik der verdorbenen Menschheit auf, welche sie mit Dämonen und dem wahren Bösen gleichsetzen.

LIKE MOTHS TO FLAMES erfinden sich neu

Mit “Pure Like Porcelain“ erfinden sich LIKE MOTHS TO FLAMES neu. Zwar erinnern Songs wie “Do Not Resuscitate“ an die Metalcore-Wurzeln der Band, jedoch zeigt sie sich mit dieser Platte von einer deutlich härteren Seite. Es bleibt also spannend, wie sich die Musiker im Laufe der Zeit noch weiterentwickeln. Schön wäre es, wenn sie ihren neuen Sound festigen und im Laufe der Zeit noch mehr Eigendynamik entwickeln.

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