[Review] Absorption – Enveloping Womb of Astringent Void

Trotz regelmäßig neu aufkommender Strömungen und Inspirationsquellen ist der gute, alte Death Metal der 90er Jahre einfach nicht totzukriegen. Vielmehr erfreut er sich weiterhin größerer Beliebtheit. Und das nicht nur bei alten Kutten tragenden Genreveteranen. Die neue Generation von Metalheads findet ebenfalls Gefallen an Old School Death Metal. So auch bei den Russen von ABSORPTION. Nach zwei Demos präsentiert uns das Duo aus Moskau nun sein Debütalbum mit dem charmanten Titel „Enveloping Womb of Astringent Void“.

Auf Zeitreise mit ABSORPTION

Wie man schon ihren ersten Veröffentlichungen entnehmen kann, präsentieren die Russen gnadenlosen Death Metal, der voll auf die 12 geht. Dabei versuchen ABSORPTION nicht, sich modernen Death-Metal-Strömungen hinzugeben oder beeinflussen zu lassen.

In jedem der fünf Songs spürt man die klaren Vorbilder ENTOMBED, POSSESSED, DEATH, MORBID ANGEL und BOLT THROWER. Das Gefühl dieser Bands heraufzubeschwören, gelingt ABSORPTION auf „Enveloping Womb of Astringent Void“ erstaunlich gut und fast schon routiniert. Beinahe wirkt es, als handele es sich nicht um eine heutige Veröffentlichung, sondern vielmehr um ein lang verschollenes Album aus dem russischen Untergrund.

Die obligatorischen Schattenseiten

ABSORPTION mögen die Highlights des Old School Death Metals auf „Enveloping Womb of Astringent Void“ zwar sehr gut ausleuchten. Dennoch bleiben sie dabei nicht vor den negativen Aspekten verschont. Diese sind in erster Linie der fehlende Abwechslungsreichtum und der mangelnde Wiedererkennungswert. So gut der dargebotene Death auch klingen mag, er birgt nichts wahnsinnig Neues oder Erfrischendes. Doch das mag Verehrern des Genres (und die sind mit großer Sicherheit die Hauptzielgruppe) herzlich egal sein. Denn ABSORPTION heben sich schon mit ihrem ersten Album vom Genredurchschnitt ab.

Der neue Kraftriegel namens ABSORPTION?

Wer neues Futter für seine Old-School-Kassetten-Sammlung braucht und sich fortwährend in die gute alte Zeit zurücksehnt, wird mit „Enveloping Womb of Astringent Void“ durchaus große Freude haben. Wenn ABSORPTION bei ihren Leisten bleiben und vielleicht noch weiter an musikalischer Abwechslung arbeiten, dann werden wir bestimmt auch ihren Patch auf den Kutten dieser Welt finden. Neulinge des Genres könnten sich jedoch vor allem auch wegen der Länge der Songs (teilweise gehen die Stücke bis zu 9 Minuten) etwas überfordert fühlen. Kurz und knapp haben ABSORPTION mit „Enveloping Womb of Astringent Void“ ein gelungenes und unterhaltsames Old-School-Brett geschaffen, das allerdings keine neuen Akzente setzt.

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