[Review] Persuader – Necromancy

Bevor wir über PERSUADER und ihr neues Werk sprechen, eine kleine Ankedote. Als jemand, dessen erste Berührung mit Power Metal unter anderem durch SAVAGE CIRCUS geschah, ist die Band für mich so etwas wie BLIND GUARDIAN und „Dreamland Manor“ vergleichbar mit „Imaginations From The Other Side“. Sänger Jens Carlsson war so etwas wie mein Hansi Kürsch, einfach eine absolut charismatische, großartige Stimme. Leider hat man von SAVAGE CIRCUS seit über 10 Jahren nichts mehr gehört, dafür legen nun PERSUADER, die bisher immer an mir vorbei gegangen sind, ihr neues Album vor. „Necromancy“ heißt die Langrille und markiert den ersten neuen Release seit sechs Jahren.

PERSUADER – Schwedische Gardinen

Verzeiht das schlechte Wortspiel, aber PERSUADER haben nunmal ebenfalls den BLIND GUARDIAN-Sound der Neunziger inhaliert. Gleich im ersten Lied geht es voll auf die Zwölf und es ist gut zu hören, dass Jens Carlssons markantes Organ nach all den Jahren seit unserer letzten Begegnung nicht nachgelassen hat. Lyrisch wie thematisch wildern PERSUADER in der düsteren Fantasy. Und auch ansonsten bietet „Necromancy“ alles, was das Power-Metaller-Herz hoch schlagen lässt: starke Refrains, flotte Strophen, gute Soli und natürlich ordentlich Power. Als Beispiel sei dafür „Raise The Dead“ genannt, welches all diese Trademarks in sich vereint. „Reign In Darkness“ geht sogar noch ein Stück weiter und wagt sich stellenweise in schon arg thrashige Gefilde vor.

So richtig den Fuß vom Gaspedal nehmen PERSUADER erst bei „Gateways“. Der Song kommt nach diesen sechs Geschwindigkeitsmonstern genau richtig, um ein wenig durchzuatmen und entpuppt sich nebenher als überzeugender Stampfer. Auch der Rausschmeißer „The Infernal Fires“ schlägt in die selbe Kerbe und lässt in manchen Momenten gar einen Hauch Prog durchschimmern.

PERSUADER überzeugen

Für Fans von Alben der Frühphase der Krefelder Wächter ist „Necromancy“ ein absoluter Tipp! Ohne zu kopieren schaffen PERSUADER auf ihrem neuen Album den Spagat zwischen Verneigung vor den Großmeistern und eigenständigem Sound. Der fünfzehnjährige SAVAGE CIRCUS-Fan in mir ist auf jeden Fall zufrieden gestellt.

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