Metallica sind immer 10 Prozent „unterprobt“

Ein richtig toller Aspekt an den Live-Shows von Metallica ist, dass James Hetfield, Lars Ulrich, Kirk Hammett und Robert Trujillo stets versuchen, jeden Abend eine unterschiedliche Setlist zu zusammenzustellen. Laut Drummer Ulrich ist eine Konsequenz daraus, dass die Band immer „10 Prozent unterprobt“ sei, weshalb sich Konzerte für ihn aber auch „belebend“ anfühlen würden.

Drahtseilakt

Zu Gast im „The Eddie Trunk Podcast“ plauderte Ulrich darüber, wie Metallica ihre Setlist zusammenstellen. „Wir haben ungefähr 50 oder 60 Lieder, Pi mal Daumen, die wir für den Großteil der letzten 15 Jahre gespielt haben. Da können wir zwar nicht direkt von jetzt auf gleich loslegen, aber wir fangen zumindest nicht bei Null an. […] Wir bilden uns etwas darauf, tiefer zu gehen, aber es gibt freilich Stücke wie ‘Enter Sandman’, ‘Master Of Puppets’ und ‘One’ die irgendwie Hauptstützen des Sets sind. […] Ich denke, jeder, der uns gut kennt, weiß, dass es ein wenig ein Drahtseilakt ist. Wir sind immer 10 Prozent unterprobt.“

Des Weiteren ist der Metallica-Schlagzeuger ein großer Freund der „Energie, des Moments“„Du fühlst dich, als ob du es in dem Augenblick wirklich mit dem Rest der Jungs und dem Publikum treibst. Wenn du deinen Fokus verlierst, fällst du vom Drahtseil. Daher fühlst du dich auch irgendwie lebendiger oder echter oder irgendwie verrückter und cooler. Ich will mich hier nicht aufs hohe Ross setzen, aber sicherlich hat das gefährliche Live-Element zuletzt ein wenig gefehlt [allgemein in der Szene — Anm.d.A.]. Ich werde nicht sagen, dass wir das erfüllen. Aber ich sage einfach nur: In der Lage zu sein, rauszugehen und jeden Abend verschiedene Lieder zu spielen, das belebt uns. Das hält uns im Moment. Und es ist ein Weg, sicherzustellen, dass du nicht abdriftest mit eingeschaltetem Autopiloten.“

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