[Review] A Pale Horse Named Death – Infernum In Terra

Galerie mit 23 Bildern: A Pale Horse Named Death – European Tour 2019 in Mannheim

A PALE HORSE NAMED DEATH  verkünden auf  „Infernum In Terra“ erneut den Weltuntergang. Drei Jahre sind seit „When The World Becomes Undone“ vergangen und die Entwicklung des Weltgeschehens während dieser Zeit bestätigt allem Anschein nach den Titel dieses Vorgängers. Dementsprechend schwermütig klingt das neue Werk. Allerdings steht dieses Mal nicht vorrangig die Thematisierung von persönlichem Leid im Vordergrund, sondern das Ganze bekommt einen eher biblisch gefärbten Anstrich.

A PALE HORSE NAMED DEATH – Vertonte Schwermut

Ein gutes Beispiel hierfür ist „Cast Out From The Sky“, dessen Text an den Sturz Luzifers erinnert. Der Mix aus apokalyptischen Riffs à la BLACK SABBATH und der düster-melancholischen Stimmung von TYPE O NEGATIVE passt ebenfalls bestens zur Thematik. Kein Wunder, da Bandgründer Sal Abruscato bei Letzteren für einige Jahre hinter dem Schlagzeug saß. Die Kunst der vertonten Verzweiflung ist dem Mann also bestens vertraut.

Die Single-Auskopplung „Shards Of Glass“ erinnert hingegen vor allem beim Gesang stellenweise stark an OZZY OSBOURNE und behandelt familiären Missbrauch. Eine bewusste Hommage an den „Prince Of Darkness“? Auf jeden Fall einer der stärksten Songs des Albums. Die tonnenschweren Riffs von „Two Head Snake“ lassen zwischenzeitlich sogar Erinnerungen an CELTIC FROST aufkommen.

„Infernum In Terra“ – Weltuntergang mit Längen

Das böse „Devil’s Deed“ prägt sich durch die clevere Kombination von Gitarren und Text ebenfalls gut ein. Bei der Einprägsamkeit liegt allerdings auch das Manko des Albums. Abgesehen von den genannten Songs sticht auf der gesamten Länge das Albums wenig dauerhaft heraus. Das hat zwar zur Folge, dass das Album sehr gut aus einem Guss klingt, aber leider wird die Angelegenheit dadurch insgesamt etwas zäh.

Die bedrückende Atmosphäre der Musik passt durchaus zum Thema, bewegt sich aber durchgehend in der Geschwindigkeit gemächlich strömender Lava. Mehr Tempowechsel hätten hier zusätzliche Spannung bewirkt und ein zwischenzeitliches Abdriften verhindert. Die volle und drückende Produktion muss allerdings lobend erwähnt werden. Für Fans von schleppendem Lava-Doom mit Gothic-Einschlag ein sehr solides Werk. Anderen dürften vielleicht etwas zu sehr die Abwechslung fehlen.

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