[Review] Ryghär – Thurmecia Eternal

Soundcheck September 2021# 25

RYGHÄR stammen aus Texas, wurden 2019 gegründet und veröffentlichen gerade ihr Debütalbum „Thurmecia Eternal“ über Rafchild Records. Auf die Ohren gibt es Epic / Heavy Metal.

„Thurmecia Eternal“ – ein Konzeptalbum von RYGHÄR

Inhaltlich spinnen RYGHÄR auf „Thurmecia Eternal“ die Geschichte um das bewaldete Königreich Turmecia im Ga’Eldor-Gebirge, ein Bollwerk gegen die untoten Armeen, sowie die Silberkompanie, die sich gegen die dunklen Legionen des Leichenkönigs stellt. Und, ganz klar, es gibt ein magisches Silberschwert. Das Ganze sicherlich auch beeinflusst von Rober E. Howard, ebenfalls aus Texas, und dessen Fantasy-Werken, wovon insbesondere Conan größte Bekanntheit erreichte. Die lyrische Ausrichtung passt also, wie steht es mit der Musik?

Epic Metal durch und durch

Selbst beschreiben RYGHÄR ihre Musik als Barbaric Heavy Metal. Das kann man auch durchaus so stehen lassen. Auf „Thurmecia Eternal“ bedienen sich RYGHÄR aller Elemente, wie sie typisch für klassischen Epic Metal sind: der Sound hat viel Hall, die Gitarren bieten epische Melodien und galoppierende Riffs, klarer, kräftiger Gesang mit prägnanter Stimmfarbe, getragene Strophen, Rhythmen meist zwischen gemächlich bis Midtempo, dezent eingesetzte, gern auch mal bizarr tönende Keyboards zur Unterstützung. Das Ganze mit diesem kauzigen Charakter, fernab moderner Strömungen oder Symphonic Metal Kitsch. Ganz klar zeigen sich hier RYGHÄR von den großen Vorbildern MANILLA ROAD, CIRITH UNGOL, MANOWAR, OMEN und TYTAN beeinflusst, aber auch neuere Kollegen wie ETERNAL CHAMPION oder VISIGOTH kommen in den Sinn, wenn man „Thurmecia Eternal“ anhört.

Barbarische Krieger sind keine Barden!

Was RYGHÄR da bieten klingt schon nach einem ordentlichen Soundtrack für ein Schlachtenepos, nach tausenden Kriegern, die sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Die virtuosesten Barden sind diese Barbaren aber nicht! An die großen Vorbilder reichen RYGHÄR noch nicht ran, und neu erfindet die Truppe den Epic Metal auch nicht. Die in „Thurmecia Eternal“ immer wieder eingewobenen Instrumentals wie das zweiminütige „Temple Of The Crystal Spire“ fördern bei den ersten Durchläufen zwar die Atmosphäre, auf Dauer wirkt es allerdings auch etwas ermüdend, was Spannung kostet. Die eigentlichen Songs wie das sehr düstere „Hammers In The Halls Of The Deep“ oder das getragene „The Witching Blade“ sind schon verdammt gut gemachte, klar definierte Epic Metal Stücke! True Anhänger des Genres sollten sich mit RYGHÄR beschäftigen!

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