Review: Aborted :: MANIACULT

Aborted MANIACULT

Death Metal, Century Media/Sony (11 Songs / VÖ: 10.9.)

Aborted MANIACULT

Aborted MANIACULT

Mit der Erfahrung von mittlerweile 26 Jahren Band-Geschichte ma­chen sich Aborted an ihr elftes Al­­bum – dabei ist Reibeisen-­Growler Sven de Caluwé zwar das einzige verbliebene Originalmitglied, doch der mittlerweile zum Quartett geschrumpften Truppe wohnt der ­Aborted-Sound inne wie der Kuh die DNS-basierte Fähigkeit zum Wiederkäuen. Dabei sind Aborted jedoch weit davon entfernt, sich stumpf zu wiederholen – vielmehr ist ihre Karriere einer steten Entwicklung unterworfen. Das trifft auch auf MANIACULT zu, denn zum einen vertieft und verstärkt die Band hier ihren Status quo mit einem ­ultraharten Sound, der extremsten Death Metal zwischen Hyperspeed und zwingenden Headbang-Attacken vereinbart.

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Auf der anderen Seite lassen sie aber auch wieder neue Elemente einfließen: Seien es düster-atmosphärische Parts oder auch angeschwärzte Raserei mit Maschinengewehr-Drumming, die einige Black Metal-Kapellen wie Hinterhof-Sleaze-Rocker wirken lassen: Aborted lassen sich immer wieder etwas Neues einfallen, um ihren Hang zur Extremität auszuleben. Brutal auch ‘Ceremonial Ineptitude’, das mit Gangshouts und einem Breakdown-Riff fiesester Kajüte aufwartet. Eine Überraschung stellt ‘Dementophobia’ dar, das unglaublich stark nach Carcass klingt. Ein besonderes Lob geht an den Sound von Kristian „Kohle“ Kohlmannslehner, denn diesen akustischen Irrsinn so hart und gleichzeitig so transparent klingen zu lassen, ist durchaus ein Husarenstück.

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