[Review] Shehara – Fountain Of Memory

Sri Lanka ist auf der Mainstream-Metal-Karte ein eher unbeflecktes Land, im Underground gibt es dort laut Metal-Archives aber eine ganze Reihe an aktiven Bands, die auch einiges an Veröffentlichungen vorweisen. Im Promotext des Debütalbums von SHEHARA, das uns hier vorliegt und bereits im September 2019 erschienen ist, erwähnen sie, dass sie die einzige sri-lankische Metalband mit einer Sängerin sind.

SHEHARA – Vom Soloprojekt zur Band

Gegründet hat Namensgeberin Shehara Jayatilaka Napoleon die Band 2011, damals noch als Soloprojekt, mit dem sie einige Erfolge in ihrem Heimatland einfuhr und als „Metal Maiden“ oder „Sri Lanka’s Metal Queen“ bekannt wurde. In den Folgejahren arbeitete sie mit wechselnden Musikern zusammen und veröffentlichte unter anderem auch einen Charity-Beitrag zu den schweren Überschwemmungen des Landes im Jahr 2016. Vergangenes Jahr stabilisierte sich das Line-up und die Ambitionen wurden offenbar auch größer, weswegen nun das etwas ältere Debüt auf unserem Rezensierteller landet.

Auf diesem präsentieren SHEHARA eine diverse Mischung aus Alternative Rock und Melodic Metal, der von der sehr angenehmen Stimme der Sängerin getragen wird, aber gelegentlich auch etwas zu dick aufträgt, wie in „Transparent Black“. Die Eigenproduktion hat eine gute Aufnahmequalität.

Die Band beschreibt sich mittlerweile als Extreme-/Progressive-Metal-Band, was auf „Fountain Of Memory“, mal abgesehen von ein paar Screams wie in „Forever“ oder „B-RUN-CH“, noch nicht zu hören ist. Das zweite Album soll aber schon in Arbeit sein und auf den Namen „The Collective Universe“ hören.

„Fountain Of Memory“ zeichnet zehn Jahre Entwicklung von SHEHARA

Ein Blick auf den YouTube-Channel der Band zeigt, dass einige Songs deutlich mehr als die zwei Jahre auf dem Buckel haben, die das Album nun draußen ist. Und das macht sich auch im Sound bemerkbar. Die Scheibe spiegelt die Entwicklung der Band vom Soloprojekt bis hin zum heutigen Line-up wieder. Dadurch geht die Kohärenz etwas verloren, aber da gerade die härteren Stücke der zweiten Hälfte des Albums schon Spaß machen, können wir gespannt sein, was die Band sich für ihre Zukunft als solche noch einfallen lässt.

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