[Review] Sainty City Orchestra – Unified

Soundcheck September 2021# 23

In den USA schießen sie schon seit langer Zeit wie Pilze aus dem Boden und berufen sich auf ihre irischen Wurzeln, die Rede ist von Folk Punk- oder auch Celtic Punk Bands. In Deutschland stehen nun seit über 30 Jahren die Erlanger FIDDLER’S GREEN für die Übernahme der Traditionen der irischen Inseln. Aus der Schweiz werfen nun SAINT CITY ORCHESTRA ihren grünen Hut in den Ring. 2013 in einer Bierlaune nach einem Spiel des FC St. Gallen gegründet, gab es 2018 mit “Chaos” schon das Debüt der mittlerweile sechsköpfigen Truppe aus St. Gallen (Saint City, verstehste).

SAINT CITY ORCHESTRA sind das personifizierte Mittelmaß des Genres.

Leider unterscheidet das SAINT CITY ORCHESTRA überhaupt nichts von der endlosen Liste an Bands aus diesem Genre. Man hat immer, ausgelöst durch zu hohen Bierkonsum, gute Laune und schreit diese mehrstimmig in die Welt hinaus. Dazu kommt neben der ursprünglichen Orchestrierung einer Rockband ein Sammelsurium von Instrumenten, die bestimmt früher in Irland gespielt worden sind. Ganz so sicher ist man sich der Sache aber nicht. Gerne werden auch alte Gassenhauer oder Lieder der großen Bands des Genres gecovert und plötzlich klingt man schon genau wie die großen Vorbilder. Heraus stechen eigentlich nur die ersten Alben der DROPKICK MURPHYS und später auch noch FLATFOOT 56, da sich beide Bands mehr auf den Punk-Aspekt in der Musik konzentrieren bzw. konzentriert haben.

“Unified” funktioniert (nur) mit ein paar Bieren intus.

SAINT CITY ORCHESTRA sind das personifizierte Mittelmaß des Genres. Das Album ist gut und professionell aufgenommen worden. Die Songs haben immer wieder Höhepunkte und fordern sofort zum Mitsingen auf. Doch nach ein paar Umdrehungen hat man sich auch schon satt gehört und legt eine andere Scheibe ein. Musik, die mit ein paar Bier intus wunderbar funktioniert, hat das Attribut im nüchternen Zustand schnell ermüdend zu wirken und den Hörer schlimmstenfalls zu nerven. Doch davon sind die St. Gallener weit entfernt. So ist “Unified” nur den Die Hards des Genres zu empfehlen und die Songs werden bestimmt auch auf dem einen oder anderen Rockfestival für gute biergeschwängerte Stimmung sorgen, aber für mehr reicht es nicht.

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